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Wozu ein Korrektorat?

 

Wozu brauche ich einen Korrektor oder einen Lektor, dafür habe ich doch ein Rechtschreibprüfungsprogramm, das mir meine Schreibfehler anzeigt?

 

Dann fragen Sie Ihr Rechtschreibprüfungsprogramm doch einmal, ob man jetzt korrekt „aufwändig“ oder „aufwendig“ schreibt (– im Allgemeinen „aufwendig“).

Und wie ist es bei „Respekt einflößend“ oder „respekteinflößend“? (– kommt drauf an).

Verabschiedet sich man in Briefen nun mit lieben „Grüßen“ oder lieben „Grüssen“  (– Letzteres nur in der Schweiz).

Heißt es jetzt korrekt „du backst“ oder „du bäckst“; „er backte“ oder „er buk“

Zwar sind die aktuellen, hochentwickelten Rechtschreibprüfungsprogramme eine wertvolle Hilfe, keine Frage. Aber das beste Programm hat seine Mängel: Es findet nur, was es kennt. Die deutsche Sprache ist aber gerade in der Kombination von Wortbestandteilen äußerst kreativ und vielseitig, jedenfalls vielseitiger als die meisten Rechtschreibprüfungsprogramme.

Trotz (oder gerade wegen) aller Bemühungen um eine einheitliche Rechtschreibung (Orthografie) ist die deutsche Sprache nach wie vor nicht nur reich an schönen und ausdrucksvollen Wörtern und Wendungen, sondern ebenso reich auch mit zahlreichen orthografischen Fallstricken und stilistischer Untiefen gesegnet. Diese in einem Text aufzuspüren und zu beseitigen ist nach wie vor das Fachgebiet des Korrektors beziehungsweise eines Lektors oder Fachkorrektorats. Die Aufgabe eines Korrektors ist es, möglichst alle vorhandenen Fehler aufzudecken, und zwar sowohl formeller als auch inhaltlicher Art. Die Texte werden nicht nur hinsichtlich Orthografie, Interpunktion, Silbentrennung und Typografie überprüft; es werden ebenso grammatikalische wie stilistische Fehler beseitigt. Daneben achtet der Korrektor wie der Lektor auf inhaltliche Widersprüche und auf die Einheitlichkeit der Begriffe und der Schreibweisen. Außerdem prüft ein guter Lektor/Korrektor, ob der Inhalt des Textes einer Plausibilitätsprüfung auf der Basis eines umfassenden Allgemeinwissens standhält.

Das beste Argument aber kommt zum Schluss: Was, wenn trotz aller Sorgfalt bei der Gestaltung und der Erstellung eines Flyers, einer Werbebroschüre oder sonst eines teuren Druck-Erzeugnisses doch noch ein kleiner, aber folgenreicher Fehler stehengeblieben ist? Womöglich an markanter Stelle? Da wäre es dann allemal kostengünstiger gewesen, durch einen externen Korrekturdurchlauf einen erforderlichen Neudruck zu verhindern.

Und ganz nebenbei ...

Wo finde ich im Duden die „Bougainvillea“, den „Rhabarber“ oder den „Rhododendron“? Und wo genau versteckt sich eigentlich das „h“ in „Arthrose“?

 

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© Hans Jürgen Kugler